Livio Bundi, ein Mitglied der Zuger Parlamentarischen Untersuchungskommission (PUK), steht wegen Befangenheitsvorwürfen in der Kritik. Obwohl die Kommission keine Probleme sieht, hat sich Bundi nun zu den Anschuldigungen geäussert.
Die «Zuger Zeitung» berichtete unter Berufung auf eine Vollmacht der Gemeinde Oberägeri aus 2023, dass Bundi gemeinsam mit anderen Rechtsanwälten im Nachinspektionsverfahren tätig war. Dieses Verfahren wird nun von einer Kommission geprüft. Zudem hatte Bundi im Kantonsrat gegen die PUK gestimmt und ist seitdem Mitglied derselben.
Ein weiteres PUK-Mitglied, Adrian Moos von der FDP, sah sich ähnlichen Vorwürfen ausgesetzt. Die PUK-Spitze betonte jedoch vergangene Woche, es gebe keinen Grund für einen Ausstand. Die Geschäftsordnung des Zuger Kantonsrats sei in Bezug auf Ausstandsgründe enger gefasst als bei der Regierung: Während bei einem Regierungsrat schon der «Anschein der Befangenheit» genügt, verlangt die PUK ein «unmittelbares persönliches Interesse».
Bundi bestreitet jegliche rechtliche Vertretung für Oberägeri und erklärt gegenüber der Zeitung: «Ich war nie anwaltlich für die Gemeinde Oberägeri tätig.» Sein Name auf einer Vollmacht bedeute nicht zwangsläufig seine Beteiligung am Verfahren, insbesondere in großen Kanzleien sei es üblich, mehrere Personen standardmässig zu nennen. Aufgrund des Anwalts- und Kommissionsgeheimnisses hält er sich jedoch zurückhaltend.
Verwendete Quellen:
Artikel «Zuger Zeitung»
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