Die US-Raumfahrtbehörde Nasa bezeichnet die bemannte Mondumrundung als einen entscheidenden Schritt auf dem Weg zum Mars. Mit Verzögerungen, aber letztendlich geplant für den Start in der Nacht auf Donnerstag kurz nach Mitternacht, ist dies ein ambitioniertes Projekt mit beeindruckenden Zahlen.
Im März wurde die riesige Mondrakete mit 98 Metern Länge langsam und sorgfältig auf dem Weltraumbahnhof Cape Canaveral in Florida positioniert. Der Transport von der Montagehalle zur Startrampe dauerte allein elf Stunden. Jared Isaacman, der Nasa-Chef, beschreibt dies als den Anfang einer sehr langen Reise, bei der die Crew den Mond umrunden wird, ohne darauf zu landen.
Der Flugverlauf ähnelt einer Acht um Erde und Mond und soll über 2.3 Millionen Kilometer zurücklegen. Nach dem Start in eine niedrige Erdumlaufbahn werden das Kernelement der Rakete abgestossen und die Orion-Solarzellen ausgefahren, bevor es in eine höhere Umlaufbahn geht, um verschiedene Systeme zu testen.
Die Mission erreicht ihren Höhepunkt, wenn sie sich am weitesten Punkt etwa 370’000 Kilometer von der Erde entfernt befindet. Dies ist das erste Mal seit dem Apollo-Programm im Jahr 1972, dass Menschen zum Mond fliegen – damals die letzten zwölf Astronauten, die den Mond betreten haben.
Die Artemis-II-Mission umfasst vier Astronauten an Bord der Orion-Kapsel und soll keine Mondlandung beinhalten. Stattdessen zielt sie auf eine dauerhafte Nutzung des Mondes ab, wie Josef Aschbacher von der ESA betont: “Der Mond als achter Kontinent”.
Nicht um einmalige Fussabdrücke zu hinterlassen geht es, sondern um den Aufbau eines Ökosystems mit Energiegewinnung und Ressourcengewinnung. Den vollständigen Bericht sehen Sie heute Abend um 19:30 Uhr in der “Tagesschau” auf SRF 1.