Christian Bucher berichtet über die ambitionierten Pläne für das Quartier Riedmatt-Schöngrund in Horw, wo ein neues Konzept mit mehr Grünflächen und reduziertem Autoverkehr geplant ist. Die Umsetzung des Masterplans, der von Gemeinde und Grundbesitzern gemeinsam entwickelt wurde, hängt jedoch entscheidend davon ab, dass alle Eigentümer kooperieren.
Das strategische Ziel ist es, das Potenzial der zentralen Lage und die Nähe zum Dorfbach zu nutzen, um das Quartier aufzuwerten. Der Masterplan, der 2025 in Zusammenarbeit mit Workshops entstanden ist, zeigt verschiedene Möglichkeiten auf, bleibt aber nicht bindend für die Eigentümer.
Ein zentraler Aspekt des Plans ist der Dorfbach, der sowohl als Herausforderung (Überschwemmungsgefahr) als auch Chance (Schaffung von Grünräumen) gesehen wird. Die Gemeinde plant, die Kantonsstrasse mit Bäumen aufzuwerten und eine Tempo-30-Zone einzurichten, um den Verkehr zu reduzieren. Alternativen für Autofahrer könnten gemeinschaftlich genutzte Parkgaragen oder ein „Shared Mobility“-Konzept sein.
Ein weiteres Projekt könnte die Ausweitung der Kulturmühle mit einem Café und Freiräumen sein, wobei bestehende Parkplätze umgenutzt werden sollen. Dennoch sind viele Vorschläge noch in der Diskussion und erfordern die Zusammenarbeit von Anwohnern.
Während die Ideen vielversprechend erscheinen, gibt es Skepsis bezüglich der Umsetzbarkeit, da viele Eigentümer unterschiedliche Vorstellungen haben. Einige Anwohner äußern Zweifel, ob alle Beteiligten sich auf ein gemeinsames Ziel einigen können, was die Realisierung kompliziert und zeitaufwendig machen könnte.