In vielen Haushalten wird am Karfreitag traditionell Fisch serviert, sei es aus religiösen Gründen oder reinem Genuss. Doch die Frage stellt sich: Wie gelingt der perfekte Fisch? Die Zubereitungsarten sind so vielfältig wie die Arten von essbaren Fischen selbst. Einige Methoden eignen sich besser für das eigene Zuhause als andere.
Wer möchte, kann vakuumverpackten Fisch aus der Spülmaschine nehmen, wobei die Temperaturregulierung eine Herausforderung darstellen kann. Alternativ bietet ein Sous-Vide-Garer eine Lösung.
Mit dem Aufkommen moderner Kühltechniken im 20. Jahrhundert wurde der Verzehr von rohem Fisch populärer, besonders in den späten 90ern mit der Einführung von Sushi in der Schweiz. Gefrorene Fischerzeugnisse, die länger als 24 Stunden bei mindestens -20 Grad Celsius gelagert wurden, können schonend aufgetaut und roh verzehrt werden.
Beim Zubereiten von Fischgerichten wie Tartar oder Sushi ist es wichtig, dass der Fisch als Rohess-Fisch deklariert ist. Für den Detailhandel wird dieser Schockgefroren, um Keime und Parasiten abzutöten.
Eine weitere beliebte Zubereitungsart ist das Räuchern, insbesondere bei Lachs oder heimischen Forellen. Kaltgeräucherte Produkte sollten wie roher Fisch zuvor tiefgekühlt werden.
In der Schweiz wird viel Lachs konsumiert und die meisten Fische sind Importe. Nur 2 bis 4 Prozent des inländischen Verbrauchs stammen aus Zucht oder lokaler Fischerei, wobei Edelfische wie Egli, Felchen oder Zander besonders geschätzt werden.
Nicht zu unterschätzen sind auch “minderwertige” Seefische wie Brachsen. Warmgeräucherte Fische müssen nicht tiefgekühlt werden, da sie bei über 60 Grad Celsius gegart werden.
Für mehlierten Fisch in der Pfanne empfiehlt sich das Andünsten von Schalotten und Kräutern wie Thymian, anschließendes Ablöschen mit Weißwein oder Wermuth und ein Einkochen mit Fisch- oder Gemüsesud. Vor dem Servieren kann Butter untergerührt werden. Dies ist eine Variation der klassischen Beurre Blanc-Sauce.
Zum frittierten Fisch passen Chips ideal, während pochiertes oder gegrilltes Stück Lachs hervorragend mit gebratenen Frühkartoffeln und einer Yoghurt-Mayonnaise-Sauce serviert werden kann. Für diejenigen, die es aufwändiger mögen: Fondant-Kartoffeln als Beilage.
Für edle oder leichtere Fische eignen sich Röstgemüse und aromatisierter Reis oder Pasta als Beilage, während fettreiche Ozeanfische wie Makrele von einer würzigen Sauce profitieren können. Einfache Zubereitungen reichen oft mit Zitronensaft und Meersalz aus, um den natürlichen Geschmack des Fisches hervorzuheben.
Quelle: SRF 4 News, 31.03.2026, 6:15 Uhr