Nach einem Jahrzehnt als Geschäftsführer der Schüür in Luzern bereitet sich Marco Liembd auf eine neue berufliche Herausforderung vor. In einem Gespräch mit zentralplus reflektiert er über die bewegten Jahre und erklärt, warum Konzerte das Herzstück des Kulturhauses bilden.
Liembd begann seine Tätigkeit bei der Schüür 2016 und hat seitdem wesentliche Infrastrukturprojekte vorangetrieben. Unter seiner Leitung wurde die Schüür in den Jahren ihrer Anpassungsfähigkeit besonders hervorgehoben, selbst während der globalen Coronapandemie bewies das Team bemerkenswerte Flexibilität und Kreativität.
Als zentralplus nach persönlichen Highlights fragt, hebt Liembd die erfolgreiche Bewältigung des zweiten Lockdowns hervor. In nur vier Tagen wurde ein temporäres Probehaus errichtet, was die starke Teamleistung unterstreicht. Trotz eines generellen Rückgangs der Beliebtheit von Partys in der Region gelang es ihm, durch den Ausbau des Vermietungsbereichs und die Fokussierung auf Konzerte Umsatzausfälle auszugleichen.
Liembd betont, dass er das Haus nicht im Niedergang verlässt: Das aktuelle Jahr verspricht laut seinen Angaben ein erfolgreiches Geschäftsjahr. Er sieht den richtigen Zeitpunkt für einen Weggang gekommen und beschreibt es als Win-Win-Situation sowohl für ihn persönlich als auch für die Schüür.
In seiner Amtszeit hat Liembd zahlreiche bedeutende Projekte realisiert, darunter Infrastrukturverbesserungen wie den Anbau 2022. Dieser wurde einstimmig vom Stadtparlament angenommen – ein seltenes Ereignis in der Politik.
Was er am meisten vermissen wird? Die Menschen im Team und die Konzerte, auch wenn diese nun privat besucht werden können. Was nicht fehlen wird: die ständigen technischen Reparaturen, die seiner Meinung nach mit einem neuen Leiter verschwinden werden. Für den Nachfolger wünscht er sich ähnliche Motivation und Freude am Job.
Liembd plant, seine berufliche Laufbahn nun in einer völlig anderen Branche fortzusetzen – ein Neustart nach zwei Jahrzehnten im Medien- und Kulturbereich. Inspiriert von Bruce Springsteen, sieht er sich selbst als Freigeist, der bereit ist für einen neuen Anfang.