Am Donnerstag gab die Walliser Finanzverwaltung bekannt, dass der Kanton seine Jahresrechnung für das vergangene Jahr mit einem Plus von 3,9 Millionen Franken abschloss. Trotz beträchtlicher Ausgaben übertrafen die Einnahmen sämtliche Erwartungen.
Die ungewöhnlich starken Schneefälle im April und der Bergsturz von Blatten verursachten hohe zusätzliche Kosten, wie der Kanton in einer Mitteilung erklärte. Finanzministerin Franziska Biner zeigte sich erfreut darüber, dass entgegen den Haushaltsprognosen weder auf Mittel aus dem Ausgleichsfonds für Einnahmenfluktuationen noch auf die haushaltspolitische Reserve zurückgegriffen werden musste.
Es gelang zudem, die Reserve um 25 Millionen Franken zu erhöhen und den Fonds für bedeutende Infrastrukturprojekte ebenfalls aufzustocken. Dieser Haushaltsabschluss wurde erstmals seit Biners Amtsantritt präsentiert.
«Ich bin froh, Ihnen einen positiven Jahresabschluss mit robusten Ergebnissen präsentieren zu können», betonte sie am Donnerstag vor den Medienvertretern. Der Abschluss verzeichnete einen Überschuss bei den Einnahmen von 3,9 Millionen und bei der Finanzierung von 6,4 Millionen Franken.
Für das kommende Jahr erwartet der Kanton, dass verschiedene aktuelle Themen die zukünftigen Rechnungsjahre beeinflussen werden. Die «umsichtige und strenge Finanzpolitik» der letzten Jahre müsse daher fortgesetzt werden, so die Mitteilung der Walliser Finanzverwaltung.