In Reaktion auf die hohe Anzahl tödlicher Haiangriffe setzt Australien nun auf fortschrittliche Technologien. Das neue Programm von New South Wales, geleitet von Paul Butcher seit 2015, konzentriert sich auf nicht-tödliche Methoden wie Smart Drumlines und Drohnenüberwachung. Im Mittelpunkt steht der Schutz sowohl für Menschen als auch für Meerestiere.
Der Ansatz ist wegweisend: anstelle von tödlichen Netzen werden Haie mit Smart Drumlines gefangen, markiert und wieder freigelassen. Diese Methode zielt darauf ab, die Anzahl riskanter Begegnungen zu verringern, ohne das Ökosystem zu schädigen. Ergänzt wird dieses System durch ein weltweit führendes luftgestütztes Drohnenüberwachungssystem, das von bis zu 400 Piloten während der Hochsaison über rund 50 Küstenabschnitte betrieben wird.
Ein Film verfolgt die Arbeit Butchers und seines Teams beim Fang, Vermessen und Markieren von Haien. Mark Atkins, Leiter des Drohnenprogramms, spielt eine zentrale Rolle, indem er Luftaufnahmen liefert, die sowohl Warnungen als auch wissenschaftliche Erkenntnisse ermöglichen. Der Film zeigt Gabriel Roxburg bei einer Patrouille entlang der Küste von Ballina, wo aktuell ein erhöhter Alarm wegen Köderfischschwärmen besteht.
Trotz dieser technologischen Fortschritte gibt es Skeptiker wie den Surfer und Aktivisten Daniel Webber, der härtere Maßnahmen fordert. Er sieht im Verzicht auf traditionelle Hainetze ein Risiko für die öffentliche Sicherheit, während in Queensland weiterhin Netze verwendet werden, was ökologische Schäden nach sich zieht. Umweltschützerinnen wie Brylee Robinson und Meeresbiologin Bella Graham setzen sich daher gegen diese Praxis ein.
«Mit Hightech gegen Haie» beleuchtet das Spannungsfeld zwischen Sicherheit, Artenschutz und technologischer Innovation in Australien. Es ist eine Geschichte des Ausgleichs, die fragt, ob Menschen und Haie friedlich koexistieren können.