Isabelle Dahinden berichtet, dass die Kontroverse um die Villa «Unterer Frauenstein» in Zug weiterhin andauert. Nachdem das Stadtparlament dem Kauf abgesagt hat, prüft nun der Kanton eine mögliche Übernahme.
Nachdem der Grosse Gemeinderat (GGR) den Erwerb der Villa mit 20 zu 15 Stimmen bei zwei Enthaltungen ablehnte, ist die Diskussion auf kantonale Ebene gelangt. CSP-Kantonsrätin Vroni Straub und die ALG-Fraktion haben eine Kleine Anfrage an den Regierungsrat eingereicht, um zu erfragen, ob ein Kauf der Liegenschaft überprüft werden könnte. Dies würde das Thema aus dem städtischen in den kantonalen Bereich heben.
Straub hebt die besondere Lage der Villa am See neben dem Casino und der Badi Seeliken hervor. Das 5500 Quadratmeter große Grundstück beherbergt eine klassizistische Villa, errichtet im Jahr 1850. Nach der Ablehnung durch das Stadtparlament Ende Februar soll geprüft werden, ob der Kanton Gespräche mit der Stadt Zug und den Eigentümern aufnehmen könnte, um dem Kantonsrat eventuell einen Kaufantrag zu unterbreiten.
Ende Februar wurde der Erwerb vom GGR abgelehnt. Trotzdem ist das Thema nicht ad acta gelegt worden. Mitte März initiierte ein Komitee unter Alt-Gemeinderätin Monika Mathers (CSP) eine Abstimmungsinitiative, um bis zum 30. Mai mindestens 800 gültige Unterschriften zu sammeln.
Das Anliegen ist es, dass die Bevölkerung über den Kauf des Grundstücks entscheidet. Laut Komiteepräsidentin Mathers geht es darum, ein Stück Zuger Seeufer und eine wunderschöne Parkanlage dauerhaft der Öffentlichkeit zu erhalten.
Verwendete Quellen:
– Kleine Anfrage von Vroni Straub, CSP-Kantonsrätin und der ALG-Fraktion
– Medienarchiv von zentralplus