Ein kontroverser Entscheid der SRG löst Diskussionen aus: Die Streichung des «Wissenschaftsmagazin» bleibt bestehen. Alexia Renner, Juristin und Co-Präsidentin der Zuger Grünen, äußert sich in scharfen Worten.
Alexia Renner verurteilt den Entscheid: «Wir Deutschschweizer sollen ruhig verdummen» lautet ihre deutliche Kritik an der Einstellung des Wissenschaftsmagazins von SRF. Das Bundesamt für Kommunikation (Bakom) hat die Beschwerde Renner gegen die Sendungsabschaffung abgewiesen, was bedeutet, dass die SRG an ihrem Vorhaben festhält. Diese Haltung wird durch Stellungnahmen des Bakoms und der SRG bestätigt, die zentralplus vorliegen. Eine mögliche Rettung könnte sich mit der neuen SRG-Konzession ab 2029 ergeben.
Renner hatte persönlich gegen die Abschaffung der 20-minütigen Sendung «Wissenschaftsmagazin» und die Reduzierung der Wissenschaftsredaktion Beschwerde eingelegt. Sie argumentiert, dass diese Maßnahmen den SRG-Konzessionen widersprechen.
Renner betont in ihrer Beschwerde: «Bildung und Wissenschaft sind Kernbereiche des Service Public», die heute nur unzureichend umgesetzt werden. Der Fokus liege eher auf leichten Unterhaltungsformaten, während Einsparungen dort vorgenommen würden, wo sie zentralplus berichtet hatte.
Renner warnt vor gefährlichen Auswirkungen wie der Verbreitung von Fake News und Verschwörungstheorien, besonders in Zeiten der Pandemie. “Wir waren auf diese Redaktion angewiesen”, sagte sie gegenüber zentralplus im November des Vorjahres.
Das Bakom hat in seiner Stellungnahme klargestellt, dass es nicht über einzelne Sendungen entscheiden kann. Seine Rolle beschränkt sich darauf, die Einhaltung der Konzession zu überprüfen und externe Programmanalysen durchzuführen. Diese Analysen fanden keine Verstöße gegen den Bildungsauftrag durch die Abschaffung des «Wissenschaftsmagazins».
Das Bakom verweist auf die zukünftige Konzession ab 2029, bei der der Bundesrat den Fokus verstärkt auf Information, Bildung und Kultur legen will. Die Öffentlichkeit hat in einer Vernehmlassung die Möglichkeit zur aktiven Beteiligung.
Die SRG betont ihre Autonomie im Programmangebot und hält sich an ihren Bildungsauftrag. Auch ohne das «Wissenschaftsmagazin» sei Wissenschaftsjournalismus weiterhin integriert, ergänzt durch Angebote für Lehrpersonen sowie Medienworkshops.
Alexia Renner bleibt dabei: Die Abschaffung des «Wissenschaftsmagazins» verletze den Bildungsauftrag. Sie fordert die Wiedereinführung der beliebten Sendung, da private Medien diese Rolle nicht übernehmen können. Der Service Public müsse qualitativ hochwertigen Wissenschaftsjournalismus sicherstellen, besonders im Kampf gegen Propaganda und Fake News.
Verwendete Quellen:
– Stellungnahme BAKOM/SRG
– Schriftlicher Austausch mit Alexia Renner