Das Radioprogramm «Tagesgespräch» feiert sein 25-jähriges Bestehen. In dieser Zeit beantworteten Bundesräte, Wirtschaftsführer, Weltmeisterinnen und Musiker in etwa 5000 Ausgaben Fragen der Moderatoren. Welche Gäste waren die häufigsten? Und wie kam es zur unfreiwilligen Regie durch ein Garagentor? Ein Rückblick auf die Highlights.
Bislang traten über 3000 Personen im «Tagesgespräch» auf, wobei Toni Brunner mit 23 Auftritten als ehemaliger SVP-Parteipräsident die Liste anführt. Zu den wiederkehrenden Gästen zählen auch Persönlichkeiten wie Doris Leuthard, Christa Markwalder oder Moritz Leuenberger. Die Sendung stützt sich auf das Fachwissen ihrer Gäste.
In der ersten Dekade standen vor allem klassische Politik- und Wirtschaftsthemen im Fokus. In den 2010ern rückten internationale Themen, die EU und Migration in den Mittelpunkt. Die Pandemie sowie diverse Krisen und Konflikte bestimmten in den 2020ern das Programm. Im Gesamtbild steht Politik an erster Stelle, gefolgt von Wirtschaft, Gesellschaft, Kultur und Sport.
National orientiert sich die Sendung vorwiegend auf Schweizer Themen. Doch der Blick überschreitet auch die Landesgrenzen: Nach der Schweiz sind die USA, Deutschland, Russland und die Ukraine am häufigsten vertreten.
Die Moderation übernahmen in den letzten 25 Jahren besonders Susanne Brunner und Marc Lehmann. Aktuell führen Karoline Arn, David Karasek und Simone Hulliger zusammen 726 Sendungen durch. Ein Moderator bleibt meist langfristig im Amt: Insgesamt gab es neun Hauptmoderatoren seit Beginn – Sonja Hasler, Emil Lehmann, Susanne Brunner, Urs Siegrist, Barbara Peter, Marc Lehmann, Karoline Arn, David Karasek und Simone Hulliger.
Das «Tagesgespräch» ist bekannt für seine Zuverlässigkeit: Ein Ausfall der Sendung ist den Verantwortlichen nicht bekannt. Dennoch gab es einige unvorhergesehene Vorfälle: So wurde ein Interview mit einem Aviatik-Experten über die neue Fluggesellschaft Swiss nach zehn Minuten beendet, weil eine Garagentür das Übertragungskabel durchtrennte. Ein weiterer Vorfall ereignete sich bei der Live-Aufzeichnung im Rahmen des ESC: Musiker Pepe Lienhard kam zu spät, da er den Termin falsch eingetragen hatte. Zum Glück konnte die Aufnahme vom Folgetag eingespielt werden.
Tagesgespräch, 31.3.2026, 13 Uhr