Die Krähenbelästigung hat sich laut einem Luzerner FDP-Kantonsrat, Martin Birrer aus Emmen, zu einem erheblichen Problem entwickelt. Er hat ein Postulat vorgelegt, das den Regierungsrat dazu aufruft, «weitergehende und vor allem wirksame Massnahmen» gegen die Krähen in Siedlungsgebieten zu prüfen.
Das Problem sei laut dem Vorstoss nicht mehr allein auf die Landwirtschaft beschränkt. Vielmehr würden breite Bevölkerungsschichten betroffen sein: «In Emmen zum Beispiel ist es in einigen Gegenden kaum möglich, sich im Freien ohne Störung durch zahlreiche Krähen aufzuhalten», so Birrer.
Neben Lärmbelästigung verursachen die Tiere Verschmutzungen und Schäden an der Infrastruktur, was laut Birrer die Lebensqualität erheblich beeinträchtigt. «Hitchcocks Vögel sind ein Dreck dagegen», zitiert ihn das Nachrichtenmagazin “Blick”.
Als Hauptursache nennt Birrer im Postulat das vermehrte Auftreten von Saatkrähen in großen Kolonien, die während über fünf Monaten im Jahr geschützt sind. Er kritisiert bestehende Vergrämungsstrategien als nur kurzzeitig wirksam, da die Vögel ausweichen und sich so das Problem verlagert.
Das Postulat fordert daher eine umfassende Lagebeurteilung sowie effektive Lösungen zur Reduktion der Krähenkolonien. Diese sollen unabhängig von Schutzzeiten anwendbar sein. Auch in der Stadt Luzern sind die Vögel, wie am Löwendenkmal beobachtet wurde, ein Ärgernis aufgrund ihres lauten Gekrähes und des Kotanflugs.
Während der Brutzeit geschützt, könnten direkte Eingriffe nur in Fällen erheblicher Konflikte erfolgen, wenn sie rechtlich zulässig, verhältnismäßig und fachlich sinnvoll sind. Verwendete Quellen umfassen eine Medienmitteilung sowie Artikel im “Blick”.