Am Dienstag hat die Gemeinde Unterägeri ihre neue Abdankungshalle offiziell eingeweiht. Die Leiterin der katholischen Kirchgemeinde, Margrit Küng, und die reformierte Pfarrerin Bettina Mittelbach, segneten den Bau gemeinsam ein.
Gemeindepräsident Fridolin Bossard beschrieb bei der öffentlichen Besichtigung die Halle als einen Ort für «die schwersten Stunden unseres Lebens». Er betonte die Notwendigkeit eines würdevollen Rahmens, der Trost und Zuversicht spenden könne. Der Neubau besteht hauptsächlich aus Holz und Lehm und beinhaltet einen zentral gelegenen Abdankungs- und Urnenraum. Drei Aufbahrungsräume sind um ein Wasserbecken angeordnet, in dem sich ein von Künstlerin Daniela Schönbächler platziertes Serpentinsteinstück aus dem Gotthardmassiv befindet. Über dem Becken ist die lateinische Inschrift «Metamorphosis in aeternum» zu lesen.
Die Halle liegt zwischen der Kirche und dem Oberdorfparkplatz, mit Toiletten und technischen Räumen zur Primarschule hin. Der Architekt Albi Nussbaumer hat das Projekt entworfen, dessen Bau etwa ein Jahr in Anspruch nahm.