Autor: Ella Schertenleib
Wer durch Zug schlendert, wird unweigerlich auf einige markante Kunstobjekte stoßen. Sie fallen nicht nur durch ihre Farbigkeit und Präsenz ins Auge – manche behaupten sogar, sie seien ästhetisch fragwürdig. Diese Werke im öffentlichen Raum sind so präsent, dass man sich schnell an sie gewöhnt, ohne deren eigentliche Bedeutung zu hinterfragen.
**Giraffalla von Claire Ochsner:** Dieses Kunstwerk dreht sich permanent um seine Achse und stellt wohl eine besondere Giraffenart dar. Seine kräftigen Farben beleben die Umgebung, obwohl es an ein Oktopus erinnert. Doch bleibt der genaue Sinn des Werks offen.
**Luftmensch von Kurt Laurenz Metzler:** Einige dieser «Luftmenschen» Kunstwerke prägen das Stadtbild von Zug. Dieses riesige, knallrote Exemplar wirkt fast wie ein Wächter. Man kann es als ästhetisches Highlight interpretieren – oder eben nicht.
**Signpost for ideas von Mac Mullican (2018):** 1996 installiert, erinnert dieses Kunstwerk an Kinderspielzeug und besteht aus geometrischen Formen, die verschiedene Konzepte repräsentieren sollen. Seine Bedeutung ist offen für Interpretationen.
**Edge Knife Figure von Henry Moore:** Ursprünglich inspiriert durch einen Vogelknochen, entwickelte sich diese Skulptur zu einer menschlichen Figur. Die Transformation des Knochens in eine solche Form ist bemerkenswert und ungewöhnlich.
**Grosses Weib von Rudolf Blättler:** Bekannt für provokante Arbeiten, zeigt dieses Werk einen aus dem Boden scheinend drängenden oder versinkenden Körper. Es ist sicher nicht jedermanns Geschmack, aber es sticht heraus.
**Ikarus von Roland Hotz:** Diese Wasserstatue erinnert an die mythische Figur Ikarus und mahnt vor Selbstüberschätzung. Die Assoziation mit der Geschichte mag für manche Betrachter unklar sein, doch hat sie ihren Platz im städtischen Raum.
**Trompe-l’œil von Maria Bettina Cogliatti:** An der Katastrophenbucht präsent und oft bemalt, soll dieses Werk durch Kontraste an eine versunkene Stadt erinnern. Ob es seine begegnungsanregende Funktion erfüllt, bleibt offen.
**Bahnhofsbrunnen von Ilya und Emilia Kabakov:** Ein Kunstwerk aus der Strategie für Kunst im öffentlichen Raum, das zum genaueren Hinschauen einlädt. Während es einige als Kunst sehen, nutzen andere es praktisch zum Trinken.
Welches dieser Kunstwerke empfinden Sie als am wenigsten ansprechend? Giraffalla, Luftmensch, Signpost for ideas, Edge Knife Figure, Grosses Weib, Ikarus, Trompe-l’œil oder Bahnhofsbrunnen?