Die Uefa und der europäische Fussballklubverband EFC gaben am Donnerstag bekannt, dass Nike exklusive Verhandlungen über die Ballrechte von 2027 bis 2031 führt. Diese Rechte umfassen neben der Champions League auch die Europa League und die Conference League.
Adidas bestätigte den Verlust dieser Rechte nach der Saison 2026/27. Ein Unternehmenssprecher äußerte sich stolz: «Wir haben die bedeutendste Reihe an Fussbällen aller Zeiten kreiert.» Die “Financial Times” berichtet, dass Nike für die Rechte über 40 Millionen Euro zahlen soll, das Doppelte des bisherigen Betrags von Adidas. Der Abschluss steht jedoch noch aus.
Pascal Lago, Wirtschaftsredaktor bei SRF, kommentierte: «Das verdeutlicht Nikes Einschätzung grosser wirtschaftlicher Chancen im Fussballgeschäft.» Relevent, die Marketingagentur für Uefa und Klubs, hat den Deal ausgehandelt. Dabei sind auch die Ballrechte der Europa League und Conference League, zuvor bei Decathlon.
Zuletzt erlitt Adidas 2024 eine Niederlage gegen Nike: Nach mehr als sieben Jahrzehnten wird der US-Konzern den Deutschen Fussball-Bund (DFB) ausstatten. Der Vertrag läuft von 2027 bis 2034, mit einem Angebot über 100 Millionen Euro.
Adidas bleibt Lieferant für Fifa-Wettbewerbe, die Europameisterschaft und die Frauen-Champions League sowie ab der nächsten Saison wieder für die Männer-Bundesliga.
Die neuen Nike-Trikots erregten Aufsehen wegen einer auffälligen Wölbung an den Schultern. Das britische Blatt “Guardian” beschreibt, wie Spieler wie Uruguays Nationalmannschaft ähnlich aussehen wie der Bösewicht “Shredder” bei Teenage Mutant Ninja Turtles.
Nike räumte auf Anfrage ein: «Die Leistung bleibt unberührt, doch die Ästhetik ist nicht optimal.» Derzeit prüft man mögliche Lösungen. Die Zeit bis zur WM in den USA, Mexiko und Kanada (11. Juni bis 19. Juli) drängt, da bei hohen Temperaturen mit “Aero-FIT”-Trikots gespielt wird, die eine Kühltechnologie bieten.
SRF 3 Wirtschaft, 10.4.2026, 7:40 Uhr; srf/sda/rtr/harm;mcep;herb