Der HCD beendet die eindrückliche Serie von 19 aufeinanderfolgenden Heimsiegen im Play-off des ZSC, der nach einer Niederlage schon bald aus dem Wettbewerb ausscheiden könnte. Trotz Unruhen um den Namensgeber ihres Stadions bleiben die Davoser gelassen und fokussiert. ZSC-Trainer Marco Bayer hatte das Ziel, den dritten Meistertitel in Serie zu gewinnen, als „fast unmöglich“ bezeichnet. Diese Einschätzung scheint sich bereits früh bewahrheitet zu haben: Nach einer Niederlage steht der ZSC vor dem frühen Aus. Der Qualifikationssieger Davos stoppte am Freitag die beeindruckende Siegesserie des ZSC. Trotz einer starken Anfangsphase und einem Vorsprung konnte sich der ZSC nicht durchsetzen, vor allem aufgrund eines schwachen Abschlusses und dem Ausfall von Sven Andrighetto. „Er fehlt uns enorm, aber das ist keine Entschuldigung“, erklärte Denis Malgin. Der HCD benötigte eine abgeklärte Leistung, um drei Matchpucks für den ersten Finaleinzug seit 2015 zu ergattern. Auch Gottéron steht nach einem glücklichen Auswärtssieg nur noch einen Sieg vor dem Ziel. Ein besonderer Moment war das zweite Tor von Brendan Lemieux, der die ZSC-Verteidigung mit seinem Treffer in Führung brachte und für den HCD entscheidend war. Nach diesem Schock erholte sich der ZSC nicht mehr, trotz eines späten Tores von Lammikko. Bayer gab sich kämpferisch nach dem Spiel und glaubt an die Chance, die nächsten drei Spiele zu gewinnen, auch wenn er zugab, dass aktuell nichts den HCD aus der Ruhe bringe. Ein weiteres Thema ist die Namenssponsoring-Affäre des Davoser Eisstadions: Die Kryptobörse „Zondacrypto“ steht laut Medienberichten vor finanziellen Schwierigkeiten und wird von der polnischen Staatsanwaltschaft untersucht. Der Klubpräsident Gaudenz Domenig betont jedoch, dass bisher alle Zahlungen pünktlich geleistet wurden. Die „Zondacrypto“-Affäre könnte in Davos noch weiteren Diskussionen im Sommer folgen, doch die sportliche Erfolgsserie dürfte die Verantwortlichen unbeeindruckt lassen.