Der Sevilla FC, einst bekannt als Vorbild für internationale Erfolge und Rekordhalter der Europa League mit sieben Titeln, steht nun vor dem drohenden Abstieg. Die Krise begann nach einer erbitterten Familienfehde und dem Weggang von Sportdirektor Ramón Rodríguez Verdejo, bekannt als Monchi. Aktuell rangt das Team um den Klassenerhalt gegen Levante. Der neue Trainer Luis García Plaza musste bereits nach seinem Debüt die Ablehnung der Fans einstecken; sie empfingen ihn nach einer Niederlage beim Tabellenletzten Oviedo mit Beleidigungen. Trotz seiner Erfahrung bei vielen Erstligisten fragte er sich, was hier schiefgeht. Sevilla FC feierte 2023 seinen letzten Sieg in der Europa League und hatte eine beeindruckende Serie begonnen, die 2006 startete. In den frühen 2000ern war der Klub mehrmals abgestiegen und beinahe pleite gewesen, doch er wurde zum Vorbild für erfolgreiche Strategien ohne finanziell starke Sponsoren. 2026 jedoch steht der Verein vor dem Abstieg, wie die Zeitung «ABC Sevilla» schreibt. Das Team liegt nur zwei Punkte über den Abstiegsrängen und hat mit 51 Gegentoren die meisten Kästen der Liga kassiert. Die bevorstehende Partie gegen Levante gilt als eines von vielen entscheidenden Spielen. Ein drohender Abstieg hätte gravierende Folgen, insbesondere da Sevilla verkauft werden soll. Ein Investmentfonds namens Five Eleven Capital bot 450 Millionen Euro für die Aktienmehrheit an, mit Sergio Ramos als Gesicht des Fonds. Doch Unstimmigkeiten in der Due-Diligence-Prüfung werfen Fragen auf, obwohl Ramos versichert hat, dass alles gut laufe. Der Klub kämpft mit Schulden von 88 Millionen Euro und weiteren Krediten im dreistelligen Millionenbereich. In den letzten Jahren wurden Verluste von 54 Millionen Euro verzeichnet. Der Marktwert der Mannschaft sank auf ein Drittel des Höchstwerts, und es stehen nur noch begrenzte Mittel für Neueinkäufe zur Verfügung. Eine erbitterte Fehde zwischen Vater und Sohn José María del Nido Benavente und José María del Nido Carrasco verschärft die Situation. Während Monchi dem Verein Stabilität brachte, geriet Sevilla ohne ihn in Turbulenzen. Der aktuelle Trainer García Plaza folgt auf eine Reihe entlassener Vorgänger; Sevilla hat 64 Niederlagen innerhalb der letzten vier Saisons hinnehmen müssen. Matías Almeyda, ein früherer Trainer, erklärte die Schwierigkeiten mit wirtschaftlichen und politischen Problemen. Nach einer jüngsten Niederlage gelang zuletzt gegen Atlético Madrid ein Sieg, der den Kampfgeist der Fans weckte. Spieler wie Djibril Sow und Rubén Vargas stehen im Mittelpunkt des Teams, könnten aber verkauft werden müssen, um die finanzielle Lage zu verbessern.