Nach dem Brand im St.-Jakob-Park fand das erste Training des FC Basel in einer entspannten Atmosphäre statt, doch der Schock sitzt bei einigen Spielern tief. Dominik Schmid, Mittelfeldspieler, beschreibt die Kabine als zweites Zuhause: “Für Außenstehende ist es schwer zu verstehen, aber wir waren dort fast täglich und hatten persönliche Gegenstände.” Ob diese gerettet werden können, steht noch nicht fest. Schmid hofft auf den Erhalt seiner Schienbeinschoner mit Familienfotos, die er seit Beginn seiner Profikarriere trägt. Auch andere Spieler vermissen private Dinge.
Das Feuer am Samstag begann im Untergeschoss des St.-Jakob-Parks, wahrscheinlich in der Sauna. Die genaue Ursache ist weiterhin unklar; die Untersuchungen sind laut Staatsanwaltschaft komplex und zeitaufwendig. Simone Walter vom FC Basel erklärt, dass alles versiegelt sei und kein Zugang möglich ist. Obwohl das Feuer lokal blieb, breitete sich der Rauch schnell aus und war gefährlich: “Der Russ kann hochgiftig sein”, so Walter.
Die Schadenshöhe wird auf Millionen geschätzt, betroffen sind rund zwanzig Räume. Der gesamte Materialbestand der ersten Mannschaft lagerte dort, darunter Schuhe, Trikots, Trainingssets und Technik. “Wir gehen davon aus, dass der Großteil verloren ist”, sagt Walter.
Am Wochenende kauften die Spieler neue Ausrüstung im Sportfachgeschäft “11 Teamsports Basel” in Muttenz ein. Geschäftsführer Dominik Visentin berichtet von regem Betrieb und vielen Neukaufungen von Schuhen durch die Mannschaft.
Der FC Basel erhält Unterstützung vom FC Aarau, der Fußbälle für das Training zur Verfügung stellt. Mit diesen Bällen trainierte der FCB am Montag wieder auf dem Nachwuchscampus bei den Sportanlagen St. Jakob. Bis auf Weiteres nutzt die erste Mannschaft dort auch die Garderoben.
Der Verein ist zuversichtlich, dass bald wieder im St.-Jakob-Park gespielt werden kann. Sprecher Simon Walter rechnet damit, dass das nächste Heimspiel am 26. April stattfinden wird.