Der jährliche Bericht des Bundesamts für Umwelt (Bafu) enthüllt, dass die Treibhausgasemissionen in der Schweiz im Jahr 2024 um 1.4 Prozent gegenüber dem Vorjahr gesunken sind. Diese Entwicklung zeigt einen leichten Fortschritt auf dem Weg zu den Klimazielen.
Im Bereich Gebäude wurde ein Rückgang des Ausstosses von 47 Prozent im Vergleich zum Jahr 1990 verzeichnet, was einem zusätzlichen Sinken um 0.2 Millionen Tonnen gegenüber 2023 entspricht. Dies ist hauptsächlich auf die vermehrte Nutzung von Wärmepumpen zurückzuführen.
Der Verkehrssektor, der etwa ein Drittel des gesamten CO₂-Ausstosses in der Schweiz ausmacht, verzeichnete einen Rückgang um zehn Prozent. Diese Verbesserung wird vor allem auf eine erhöhte Nutzung von Biotreibstoffen zurückgeführt, die durch die Beimischung zu Benzin und Diesel erzielt wurde.
Der Industriesektor konnte seine Emissionen gegenüber 1990 um 33 Prozent senken. Zusammen mit den übrigen Sektoren wie Landwirtschaft, synthetischen Treibhausgasen sowie Abfallentsorgung und -verarbeitung liegen die Emissionen insgesamt bei 13 Prozent unter dem Niveau von 1990.
Der Bundesbericht zum Treibhausgasausstoss wird noch im April beim UNO-Klimasekretariat eingereicht. Die Schweiz hat sich das Ziel gesetzt, ihre Treibhausgasemissionen bis 2030 um mindestens 50 Prozent gegenüber dem Stand von 1990 zu reduzieren.
Berechnet werden in der nationalen Bilanz nur Emissionen nationaler Flüge, die im Verkehrssektor mit 0.07 Millionen Tonnen für das Jahr 2024 berücksichtigt wurden. Der internationale Flugverkehr hingegen wird separat erfasst und nicht in der Landesbilanz ausgewiesen, um den UNO-Klimakonventionen zu entsprechen. Hier beliefen sich die Emissionen auf etwa 5.05 Millionen Tonnen CO₂.
Obwohl diese für das Klimaziel von 2030 außer Acht bleiben, sind sie beim Netto-Null-Ziel der Schweiz bis 2050 relevant. Die aktuelle Reduktion von 27.3 Prozent zeigt, dass die Schweiz etwa zur Hälfte auf dem Weg zum Ziel ist; allerdings müssen die verbleibenden 22.7 Prozent in nur noch fünf Jahren erreicht werden, statt wie geplant in 36 Jahren.