Ein wachsender Trend zeigt sich bei bekannten Nationalräten, die nun vermehrt Positionen in der kantonalen oder kommunalen Politik anstreben. Ein aktuelles Beispiel ist FDP-Nationalrat Andri Silberschmidt, der um das Amt des Zürcher Regierungsrates wirbt.
Dieses Phänomen wird von Politikwissenschaftler Sean Müller beobachtet. In einem Gespräch mit SRF erläutert er, dass regionale Exekutivämter besonders reizvoll sind, da sie mehr Gestaltungsmöglichkeiten bieten und direkte Umsetzungsfähigkeit der eigenen Projekte ermöglichen.
Müller hebt hervor, dass für den Erfolg in grösseren Kantonen nationale Bekanntheit entscheidend sei. Als Belege führt er Persönlichkeiten wie Silberschmidt, Aline Trede (Grüne/BE) und Céline Widmer (SP/ZH) an, die ihre nationale Prominenz als Sprungbrett für regionale Exekutivposten genutzt haben.