Als eine der prägendsten Persönlichkeiten in Deutschland galt Alexander Kluge für seine Vielfältigkeit als Filmemacher, Schriftsteller, Philosoph und Jurist. Als Mitglied der einflussreichen «Gruppe 47» trug er maßgeblich zur Gestaltung des Literaturbetriebs in der Bundesrepublik nach dem Krieg bei, vor allem durch seine Kurzgeschichten bekannt.
Geboren wurde Kluge im Jahr 1932 in Halberstadt. Seine akademische Laufbahn umfasste Studiengänge in Jura, Geschichte und Kirchenmusik, bevor er als Rechtsanwalt tätig war. 1958 absolvierte er ein Volontariat bei dem weltberühmten Regisseur Fritz Lang (bekannt für «Metropolis») und begann kurz darauf selbst Filme zu inszenieren.
1987 gründete er zusammen mit anderen die Produktionsfirma dctp, welche private Fernsehsender mit wissenschaftlichen und kulturellen Inhalten versorgt. Unter anderem entstand das Magazin «Spiegel TV» in dieser Firma. Zu den Auszeichnungen für seine Bücher und Filme zählen der Adolf-Grimme-Preis, der Georg-Büchner-Preis, der Heinrich-Heine-Preis sowie der Klopstock-Preis.