Mit Toren von Harry Kane und Luis Díaz sicherte sich Bayern München einen 2:0-Sieg gegen Leverkusen und qualifizierte sich damit erstmals seit 2020 wieder für den Pokal-Finaleinzug. Die Dominanz der Münchner, die in dieser Saison auch deutsche Meister wurden, zeigt sich eindrucksvoll sowohl in der Bundesliga als auch im DFB-Pokal. Leverkusen, das Mannschaft vor zwei Jahren noch aus dem Wettbewerb ausschaltete, war bei diesem Duell chancenlos und konnte nur einmal kurzzeitig zum Ausgleich ausholen. Trainer Vincent Kompany bezeichnete den Halbfinal-Sieg als gedanklich bereits entschieden, was die Stärke der Bayern unterstreicht. Der Verein musste jedoch eine Enttäuschung verkraften: Serge Gnabry erlitt eine schwere Verletzung, die ihn sowohl für das Champions-League-Duell gegen Paris Saint-Germain als auch für die bevorstehende Weltmeisterschaft außer Gefecht setzt. Trotz dieses Ausfalls glaubt Trainer Kompany an die Fähigkeiten des Teams, solche Verluste zu kompensieren – ein Beweis dafür ist Jamal Musiala, dessen Entwicklung nach seiner schweren Wadenbeinverletzung erstaunlich ist. Obwohl Musialas frühe Versuche nach der Verletzung Unsicherheiten zeigten, bewies er im Spiel gegen St. Pauli seine Form zurück und wurde zum Spieler des Spiels gekürt. Trotz Ratschlägen von Klublegende Oliver Kahn, auf die WM zu verzichten, um sich vollständig zu regenerieren, sieht Kompany Musiala in einer starken Verfassung. Er lobte dessen Torgefährlichkeit und betonte Musialas zunehmend bessere Präsenz im Strafraum. Kompany hält es für möglich, dass Musiala wie Bastian Schweinsteiger bei der WM 2014 nach einer Verletzung wieder zu Höchstform auflaufen kann, und betont die Notwendigkeit von Musialas vollem Einsatz. Musialas zunehmende Bedeutung im Team zeigt sich in neun Torbeteiligungen innerhalb von nur 600 Minuten.