Während des G7-Treffens im französischen Evian führt die Schweiz vorübergehend erneut Kontrollen an der Grenze zu Frankreich durch. Diese Massnahme ist vom 10. bis zum 19. Juni gültig, wie der Bundesrat in einer Mitteilung bekannt gab. Obwohl der Gipfel auf französischem Boden stattfindet, sieht sich die Region um Genf und Lausanne sowie das gesamte Gebiet des Genfersees Sicherheitsrisiken ausgesetzt, erklärte der Bundesrat zur Begründung.
Bei früheren Treffen ähnlicher Art kam es zu gewalttätigen Auseinandersetzungen, Stör- und Sabotageaktionen sowie zu Sachbeschädigungen. Die Anwesenheit vieler international geschützter Personen in der Region und die allgemein angespannte geopolitische Lage stellen zusätzliche Herausforderungen dar.
Der Kanton Genf, der ähnlich wie beim G8-Gipfel 2003 mit Ausschreitungen rechnet, bat den Bundesrat um Wiedereinführung der Grenzkontrollen. Die Polizeichefin von Genf, Monica Bonfanti, sprach sich sogar für eine vollständige Schliessung der Grenzen während des Gipfels aus. Eine starke Protestbewegung wird erwartet; die internationale No-G7-Koalition hat zu Demonstrationen in Genf aufgerufen.
Quelle: SRF 4 News, 06.05.2026, 12:30 Uhr