Die Chagos-Inseln bleiben vorläufig unter britischer Kontrolle, nachdem London beschlossen hat, sie nicht an Mauritius zurückzugeben. Diese Entscheidung folgt auf die mangelnde Unterstützung der USA; Präsident Donald Trump hatte das Abkommen im Februar 2026 als gravierenden Fehler kritisiert. Auf den Inseln befindet sich ein gemeinsamer Militärstützpunkt der USA und Großbritanniens.
Vor etwa sechzig Jahren zwang Großbritannien bis zu 2000 indigene Bewohner zur Umsiedlung, um diesen Stützpunkt errichten zu können. Diese Vertriebenen fordern die Rückgabe der Inseln. Der Internationale Gerichtshof der Vereinten Nationen hatte bereits 2019 den britischen Anspruch auf die Chagos-Inseln als völkerrechtswidrig eingestuft.