In einer jüngsten Cyberattacke veröffentlichte die Hackergruppe Handala Hack persönliche Fotos von Kash Patel, dem Direktor des FBI, nachdem sie auf sein privates E-Mail-Konto zugegriffen hatte. Die Gruppe ist seit mindestens drei Jahren aktiv und hat laut US-Justizministerium Verbindungen zu iranischen Geheimdiensten.
Das FBI bestätigte gegenüber RTS das Vorhandensein bösartiger Aktivitäten, die Patels private E-Mails ins Visier nahmen. Es betonte, dass keine Regierungsinformationen in den gestohlenen Daten waren und angemessene Sicherheitsmaßnahmen ergriffen wurden.
Cybersicherheitsexperten weisen darauf hin, dass der Iran versucht, seine digitale Macht zu demonstrieren. Gérôme Billois erklärt: «Im Cyberkonflikt muss man bei der Verteidigung perfekt sein, während Angriffe nur einmal erfolgreich durchgeführt werden müssen, um ihre Wirkung zu zeigen.» Handala Hack nutzt Online-Kanäle zur Rekrutierung, indem sie technische Hilfe und finanzielle Belohnungen für Hacker versprechen, ohne spezifische Beträge anzugeben.
Billois warnt davor, dass die Gruppe ihre Angriffe intensivieren könnte. Sie behauptet, Zugang zu sensiblen Informationen aus Israels Strom- und Wassernetzen gehabt zu haben, und drohte mit Angriffen, falls der Konflikt eskaliert.
Die Hackergruppe hat ihre Fähigkeit bereits mehrmals bewiesen, indem sie gestohlene Daten nach erfolgreichen Cyberattacken veröffentlichte. Diese umfassten Ausweisdokumente, private Fotos wie jene des ehemaligen israelischen Verteidigungsministers Benny Gantz, sowie Kontaktinformationen von Sicherheits- und Geheimdienstmitarbeitern in Israel.
Nach Angaben des FBI nutzt Handala Hack die gestohlenen Daten zur Einschüchterung ihrer Opfer. So haben die Hacker iranischen Journalisten und Dissidenten im Exil E-Mails geschickt, in denen sie ein Kopfgeld für deren Tötung an ein mexikanisches Drogenkartell versprochen haben.
RTS berichtete am 29. März 2026 um 19:30 Uhr.