Am Sonntag versammelten sich mehrere Hundert Menschen auf dem Zürcher Europaplatz, um ihre Unterstützung für Personen zu zeigen, die an der Myalgischen Enzephalomyelitis (ME) leiden. Die Veranstalter forderten Verbesserungen in den Bereichen Diagnose, medizinische Versorgung und Forschung.
Die Initiatoren gaben bekannt, dass etwa 800 Menschen bei der Aktion unter dem Motto #MillionsMissing teilnahmen. Sie schätzen, dass rund 60’000 Personen in der Schweiz an ME oder dem Chronischen Fatigue‐Syndrom (CFS) leiden, eine schwere und chronische neuroimmunologische Erkrankung. Hinzu kommen etwa 400’000 Menschen, die unter LongCovid leiden.
Die Organisatoren kritisierten am Aktionstag das Fehlen spezialisierter Anlaufstellen in den meisten Kantonen, da nur punktuelle Angebote verfügbar seien. Zudem würden Diagnosen oft verzögert gestellt, was auf erhebliche Mängel bei Aus‐ und Weiterbildung zurückgeführt wird, so die Schweizerische Gesellschaft für ME & CFS.
Am 12. Mai ist ein weiterer schweizweiter Aktionstag geplant, an dem Sehenswürdigkeiten blau angestrahlt werden sollen, um auf die Situation von ME-Betroffenen aufmerksam zu machen.