In den frühen Morgenstunden des Sonntags fällt eine Stunde weg, was den Körper stärker beeinflusst als den Energieverbrauch, wie Experten bestätigen. Dieses Wochenende beginnt die Sommerzeit, und wer morgens müder erscheint, ist nicht allein. Der Körper reagiert deutlich auf diese Umstellung, wobei die ursprüngliche Rechtfertigung für die Zeitumstellung an Aktualität verloren hat.
Der Bericht von EWL weist darauf hin, dass die Sommerzeit zur Energieeinsparung eingeführt wurde. Die Idee war, bei längerem Abendlicht weniger künstliches Licht zu benötigen. Heute jedoch ist dieser Effekt minimal. Der aktuelle Bericht schätzt das Einsparpotenzial auf 0 bis etwa ein Prozent des Stromverbrauchs.
Trotzdem bleibt die Umstellung bestehen, hauptsächlich wegen der Koordination innerhalb Europas. Die Schweiz passt sich an die EU-Vorschriften an, um Verkehr und Wirtschaft zu synchronisieren.
Die Auswirkungen auf den Körper sind spürbarer als auf die Stromrechnung. Pneumologen des Luzerner Kantonsspitals vergleichen die Umstellung mit Jetlag. Der Wechsel zur Sommerzeit ist besonders anstrengend, da er den Schlaf abrupt verkürzt und Müdigkeit sowie eine erhöhte Fehlerquote verursachen kann.
Besonders betroffen sind Personen, die spät schlafen gehen oder älter sind. Das Luzerner Kantonsspital empfiehlt, sich einige Tage vorher schrittweise anzupassen.
Verwendete Quellen: Bericht von EWL und Bericht vom Luzerner Kantonsspital.