Die Landesregierung hat die Möglichkeit, über die geplante neue Tarifstruktur für physiotherapeutische Leistungen zu entscheiden. Nach Abschluss der Verhandlungen haben die Verbände Physioswiss, H+ Ihre Spitäler und prio.swich als Krankenkassenvertreter das Dossier dem Bundesrat vorgelegt. Die neuen Tarife könnten ab Anfang 2027 gelten.
Die Verhandlungen über diese neue Struktur erstreckten sich laut einer gemeinsamen Mitteilung vom Dienstag über fast zwei Jahre. Als entscheidende Neuerung betrachten die drei Organisationen den Übergang von einem Pauschal- zu einem Einzelleistungstarif, der auch eine zeitliche Komponente beinhaltet.
Sollte alles nach Plan verlaufen, wird ab 2027 jede Physiotherapie-Leistung in Fünf-Minuten-Einheiten abgerechnet. Die Verbände betonen, dass dies die Rechnungen transparenter gestalten werde. Die Verhandlung und Bewertung der Leistungen basieren auf aktuellen und repräsentativen Daten zu Leistungen und Kosten.
Anfang 2023 kündigte der Bundesrat eine Anpassung der Tarifstruktur in der Physiotherapie an. Im Frühjahr 2024 setzte er den Vertragsparteien bis April 2026 eine Frist zur Überarbeitung des bestehenden Vertrages.