In Florida hat die Demokratin Emily Gregory einen knappen Sieg mit einem Vorsprung von 2,4 Prozentpunkten oder 797 Stimmen errungen. Der Bezirk war zuvor unter der Führung des Republikaners Mike Caruso, der 2024 mit einem Vorsprung von 19 Punkten gewann. Heather Williams vom Democratic Legislative Campaign Committee kommentierte, dass dies der 29. Sitz sei, den Demokraten seit Beginn von Donald Trumps Amtszeit von den Republikanern zurückerobert haben.
Die demokratische Partei interpretiert Gregorys Triumph als klares Signal für die Unzufriedenheit der Wählerschaft mit den Republikanern. Laut Williams tragen steigende Benzin- und Lebensmittelpreise dazu bei, dass die Bevölkerung nach Veränderungen sucht. Gregory selbst äußerte sich nach ihrem Sieg als “ziemlich fassungslos” und verglich das Gefühl mit einem Außerweltlichen Erlebnis.
In Florida haben Demokraten auch in anderen Wahlen Erfolge gefeiert. Im Dezember gewann Eileen Higgins die Bürgermeisterwahl in Miami als erste Demokratin seit fast 30 Jahren. Zudem siegte Taylor Rehmet im Januar in einem texanischen Senatsbezirk, der zuvor von Republikanern gehalten wurde. Diese Erfolge stärken das Vertrauen der Demokraten für die anstehenden Wahlen.
Donald Trump distanzierte sich schnell von der Niederlage im Bezirk, den er 2024 mit einem Vorsprung von 17 Punkten gewonnen hatte, obwohl er den republikanischen Kandidaten unterstützte. Trotz seiner öffentlichen Kritik an Briefwahlen als Betrugsquelle wurde seine eigene Briefwahlstimme in diesem Bezirk gezählt.
Der Erfolg der Demokratin im “Hinterhof” von Donald Trump löste bei den Demokraten große Begeisterung aus. Ken Martin, Vorsitzender des Democratic National Committee, erklärte, dass die Nachbarn Trumps eine “glasklare Botschaft” gesendet hätten: Sie seien wütend und bereit für Veränderungen. Mar-a-Lago gilt als wichtiger Treffpunkt für Trumps Verbündete und Geschäftsleute.
SRF 4 News, 25.03.26, 6:00 Uhr