Die Externe Kinderbetreuung in der Schweiz ist die teuerste Europas. Trotzdem greifen immer mehr Familien auf Kitas und schulergänzende Angebote zurück. Bei einer Vollzeitbetreuung liegen die monatlichen Kosten oft zwischen 2500 und 3500 Franken, wobei diese je nach Stadt und Kanton stark variieren.
Ein Bericht des Bundesamts für Statistik aus dem Jahr 2024 zeigt: 68 Prozent der Eltern mit Kindern unter 13 Jahren setzen auf familienergänzende Betreuungsangebote. Der Anteil von Kindern, die eine Kita oder ein schulisches Angebot wie Mittagstisch besuchen, ist zwischen 2020 und 2024 von 34 auf 42 Prozent gestiegen.
Neben Kitas übernehmen Grosseltern häufig Betreuungsaufgaben. Jedes dritte Kind unter 13 Jahren wird mindestens einmal pro Woche von den Grosseltern betreut, bei Kindern unter vier Jahren sind es sogar 40 Prozent. Die Betreuungszeit reicht von einer bis über 30 Stunden wöchentlich.
Es gibt regionale Unterschiede: In der Romandie sowie in städtischen Kantonen wie Basel-Stadt, Genf und Zürich ist die externe Betreuung besonders verbreitet. In ländlichen Deutschschweizer Kantonen wie Solothurn, Luzern oder Thurgau bevorzugen viele Familien hingegen interne Betreuungsformate.
Politisch wird das Thema durch das neue Kitagesetz adressiert, das im Januar des kommenden Jahres in Kraft treten soll. Es plant monatliche Betreuungsgutscheine von 100 bis 500 Franken auszugeben. Der Arbeitgeber- und Gewerbeverband erwägt jedoch ein Referendum gegen die Vorlage.