Die FDP setzt sich auf Instagram gegen die sogenannte «Chaos-Initiative» der SVP ein, da sie bei deren Annahme kürzere Öffnungszeiten befürchtet, was vor allem junge Berufstätige hart treffen würde. Anna, eine fiktive Figur, beginnt ihren Tag um fünf Uhr morgens und endet nach einem 14-Stunden-Tag gegen 19 Uhr. Die FDP argumentiert, dass die Initiative gravierende Auswirkungen auf den Alltag und die Lebensqualität haben könnte, indem sie verkürzte Öffnungszeiten zur Folge hätte. Diese Ansicht wird durch Mario Irminger, Migros-Chef, gestützt, der betont, dass ein gewisser Migrationsgrad für das heutige Leistungsniveau im Einzelhandel notwendig ist.
Fanny Dietschi, Mediensprecherin der FDP, beschreibt das Beispiel als realistisch und hebt hervor, dass junge Menschen oft neben dem Beruf Sport treiben oder lange Arbeitswege haben. Sie fordert, dass Arbeitnehmende weiterhin die heutigen Öffnungszeiten nutzen können sollten. SP-Nationalrätin Andrea Zryd stimmt der FDP zu, sieht das Beispiel jedoch als übertrieben an. Sie kritisiert die langen Arbeitszeiten in der Schweiz und merkt an, dass viele Bürger auch Freiwilligenarbeit leisten.
Andrea Zryd betont, dass nicht nur hochqualifizierte Fachkräfte benötigt werden, sondern auch Dienstleister in vielen Branchen. Grünen-Nationalrätin Meret Schneider kommentiert den Post der FDP ironisch und kritisiert implizit das Arbeitsmodell. Psychologin Renata Merz warnt vor den negativen Auswirkungen auf die mentale Gesundheit bei solch langen Arbeitstagen und betont die Notwendigkeit einer Work-Life-Integration, um berufliche Aufgaben mit privaten Verpflichtungen in Einklang zu bringen.