Eine verheerende Brandkatastrophe hat sich am Neujahrsmorgen im Skiort Crans-Montana ereignet, als die Bar «Le Constellation» Feuer fing. 41 Menschen starben und viele wurden schwer verletzt. In den Wochen darauf kam heraus, dass der einzige Fluchtweg versperrt war, was das Ausmaß des Unglücks verstärkte.
Der Brand begann kurz nach Mitternacht durch Funken einer Champagnerfontäne, die sich mit einer brennbaren Decke verband. Die Folge war ein schnelles Übergreifen der Flammen im gesamten Raum. Die Ermittlungen konzentrieren sich nun darauf, wer für das Vorhandensein des entflammbareren Materials und den verschlossenen Notausgang verantwortlich ist.
Jacques und Jessica Moretti, die Betreiber der Bar, stehen im Fokus der Untersuchung wegen möglicher Verletzung von Sicherheitsbestimmungen. Jacques wurde inhaftiert, aber nach Hinterlegung einer Kaution entlassen. Er hatte den brennbaren Schaumstoff an der Decke eigenständig angebracht.
Die Kontrollen durch die Behörden werden in Frage gestellt, da die Bar seit sechs Jahren nicht auf Brandschutz überprüft wurde. Die Staatsanwaltschaft steht ebenfalls unter Druck wegen unkoordinierter Beweissicherung und mangelnder Obduktion der Opfer.
Die internationale Aufmerksamkeit war groß; insbesondere Italien forderte eine gemeinsame Ermittlungsgruppe mit der Schweiz, was jedoch bisher nicht umgesetzt wurde. Die Kommunikation in den ersten Tagen nach dem Unglück blieb unkoordiniert.
Von den 115 Verletzten kämpfen viele mit schweren Brandverletzungen und einige entwickelten infektiöse Komplikationen, die tödlich endeten. Der Bundesrat kündigte finanzielle Unterstützung für die Betroffenen an, inklusive eines Solidaritätsbeitrags von 50 000 Franken pro Person und ein neues Gesetz, die «Lex Crans-Montana». Dies soll zusätzliche Mittel für Opferhilfe bereitstellen und einen runden Tisch zur außergerichtlichen Vermittlung initiieren.