Das Stadtbussystem von Luzern erlebte diese Woche massives Chaos. Die Verkehrsbetriebe haben nun die Ursachen dargelegt und neue Fahrpläne angekündigt. Passagiere, die Dienstag mit dem Bus unterwegs waren, mussten sich auf erhebliche Wartezeiten einstellen. Viele Linien durch das Stadtzentrum kamen bis zu 20 Minuten und länger verspätet an. Lina Gerichhausen, Sprecherin der Verkehrsbetriebe Luzern (VBL), hat nun den Grund für dieses Chaos erläutert. Nach Angaben von Gerichhausen führte ein Unfall auf der A2 zwischen Luzern und Hergiswil zur Sperrung der Autobahn. Dadurch verlagerte sich der Verkehr in die Stadt, was zu massiven Staus führte. Die VBL passten daraufhin ihre Fahrpläne an, um Taktlücken so gut wie möglich zu schließen. Initiativen für bessere Buspünktlichkeit Die VBL betonen, dass die Pünktlichkeit der Busse besonders während der Hauptverkehrszeiten morgens und abends durch den hohen Verkehrsaufkommen beeinträchtigt wird. Sie setzen sich daher für Maßnahmen ein, die den Bussen im Verkehr Priorität einräumen, wie etwa zusätzliche Busspuren, intelligente Ampelsteuerungen und optimierte Haltestellen. Mit der Initiative «Bus voraus», geleitet vom Verkehrsverbund Luzern (VVL), möchten sie zudem die Kundinnen für eine flächendeckend effiziente Mobilität sensibilisieren. Der VVL ist eine öffentlich-rechtliche Anstalt, die den öffentlichen Verkehr im Kanton Luzern plant und finanziert. Er verhandelt Vereinbarungen über das ÖV-Angebot mit den Verkehrsunternehmen, einschließlich der VBL. Aktuell gibt es auch hier neue Entwicklungen. Infrastruktur als Schlüssel In einer Pressemitteilung vom Freitag kündigte der VVL an, dass er bei der Fahrplanänderung 2027 das ÖV-Angebot in Luzern und Umgebung ausbauen möchte. Besonders das Busnetz soll erweitert werden, um die Zuverlässigkeit zu erhöhen. Allerdings hängt dies nicht nur vom Angebot ab, sondern auch von einer passenden Infrastruktur. Ohne entsprechende Verbesserungen bleiben Verspätungen ein Problem. Der VVL hat bereits eine Vorvernehmlassung für die geplanten Fahrpläne durchgeführt und über 120 Rückmeldungen von Organisationen und Bürgern erhalten. Diese wichtigen Erkenntnisse sollen in die endgültigen Pläne eingearbeitet werden.