Die Zollpolitik von Donald Trump hat weltweit für Aufsehen gesorgt und ist nun durch ein Urteil des Supreme Court der USA als rechtswidrig eingestuft worden. Die Entscheidung vom Februar 2026 hebt die gesetzliche Grundlage seiner Zölle auf, ohne jedoch einen Zeitrahmen für deren Abschaffung festzulegen. Die praktische Umsetzung dieser Aufhebung obliegt den zuständigen Behörden.
Das Gerichtsurteil betrifft nicht die Zölle auf spezielle Produkte wie Stahl, Aluminium oder Autos, da Trump hierfür eine andere gesetzliche Grundlage, nämlich einen Abschnitt der Trade Expansion Act von 1962, heranzog. Nach dem Urteil erhöhte Trump unverzüglich den weltweiten Zollsatz auf zunächst 10 und dann auf 15 Prozent, gestützt durch ein Handelsgesetz von 1974, das für bis zu 150 Tage solche Sätze erlaubt.
Am “Liberation Day” im April 2025 kündigte Trump an, weltweit wechselseitige Zölle einzuführen. Länder mit hohen Einfuhrabgaben auf amerikanische Produkte würden hohe Gegenzölle erhalten. Trumps Ziel war es, die heimische Industrie zu stärken und Arbeitsplätze sowie Steuereinnahmen zu erhöhen.
Trotz anfänglicher Verhandlungen traten schließlich im August Zölle für Importe aus siebzig Staaten in Kraft. Nur wenige Länder, darunter Grossbritannien, Japan und die EU, konnten bilaterale Lösungen erzielen. Andere wurden bestraft; einige wie Indien oder Südkorea erreichten später Abkommen.
Die Schweiz erhielt Ende Juli 2025 Strafzölle in Höhe von 39 Prozent, was höher war als zunächst angekündigte 31 Prozent. Diese betrafen Branchen wie Maschinenbau und Uhrenherstellung sowie Nestlé, während pharmazeutische Produkte ausgenommen blieben. Ein Kompromiss wurde erst im November 2025 erreicht; die USA senkten den Zollsatz auf 15 Prozent.
Die EU verhandelte ebenfalls intensiv und erzielte eine Übereinkunft über einen Basiszollsatz von 15 Prozent, während amerikanische Autos zollfrei in die EU importiert werden konnten. Trump setzte gleichzeitig neue Zölle auf Lastwagen und Busse fest.
China war von der ursprünglichen Zollpause ausgenommen und sah sich mit Strafzöllen über 145 Prozent konfrontiert. Nach gegenseitigen Gegenzöllen verhandelten die USA und China in Genf, vereinbarten eine Reduzierung ihrer Strafzölle für 90 Tage und erklärten im August diese Frist zur Verlängerung.
Am 10. Oktober drohte Trump mit zusätzlichen Zöllen von 100 Prozent auf chinesische Importe, was die Gesamtbelastung auf etwa 150 Prozent erhöhte. Nach einem Treffen der Staatschefs in Südkorea wurden diese jedoch bis mindestens zum 10. November 2026 ausgesetzt.
Als Reaktion auf Trumps Zölle leitete China Gegenuntersuchungen ein, die den Handelskonflikt weiter verschärften.