Christian Bucher berichtet über den Antrag der SP/Juso-Fraktion, die bestehenden Lücken bei der Integration geflüchteter Kinder in Luzerns Schulsystem aufzudecken. Die Fraktion fordert Aufklärung im Grossen Stadtrat.
In einer Interpellation haben Sophia Müller und Maël Leuenberger aus der SP/Juso-Fraktion auf die Herausforderungen bei der Integration von geflüchteten Kindern und Jugendlichen in Luzerner Regelschulen hingewiesen. Sie verlangen mehr Klarheit, bessere Koordination und gezielte Unterstützung.
Besonders kritisiert wird die Situation beim Übergang von sogenannten Aufnahmeklassen zu regulären Schulklassen. Dieser Prozess sei nicht einheitlich geregelt, was zu Problemen führt, wie es in der Interpellation heißt. Es besteht Uneinigkeit über die Verteilung von Ressourcen und gegebenenfalls fehlende Leitlinien.
Ein weiteres Problem sind laut der Fraktion Fehldiagnosen bei psychosozialen Belastungen. Fachstellen berichten, dass traumatische Erlebnisse oder migrationsspezifischer Stress teilweise übersehen werden und stattdessen fälschlicherweise ADHS oder Autismus diagnostiziert wird.
Die SP wendet sich an den Stadtrat mit der Frage, wie häufig geflüchtete Kinder den schulpsychologischen Dienst nutzen und ob es Anzeichen für solche Diagnosefehler gibt. Die Interpellation betont die zusätzlichen Herausforderungen, denen viele Familien gegenüberstehen: schwierige Lebensumstände, Sprachbarrieren und soziale Isolation.
Daher fragt die Fraktion nach Unterstützungsmöglichkeiten für Eltern und möglichen Zugangsbarrieren. Zudem wird erfragt, ob es Programme gibt, die Familien durch Personen mit ähnlichem kulturellen oder sprachlichen Hintergrund unterstützen.