Sepideh, eine Iranerin die in der «Tagesschau» ohne Kopftuch gezeigt wurde, hat laut Expertenmeinungen möglicherweise nicht den typischen iranischen Bürger repräsentiert. Der Beitrag zeigte sie beim Spaziergang mit ihrem Hund ohne das vorgeschriebene Kopftuch und kritisierte die Drohungen von Donald Trump bezüglich Irans Infrastruktur, während ihre Wohnung mit Musikinstrumenten ausgestattet war. Dieses Setting führte zu Spekulationen über eine mögliche Inszenierung durch iranische Behörden, was der Bayerische Rundfunk (BR) jedoch verneinte und betonte, die Journalisten hätten unter den gleichen Einschränkungen wie unabhängige Medien gearbeitet. Wahied Wahdat-Hagh, ein deutsch-iranischer Politikwissenschaftler, äußerte Zweifel daran, dass Sepidehs Lebensumstände repräsentativ für die Mehrheit der Iraner seien, da sie in einem wohlhabenden Stadtviertel lebt und an einer Privatschule unterrichtet. Zudem sei es wahrscheinlich, dass sie ohne Kopftuch verhaftet würde. Trotz Hinweisen auf ihre Beteiligung an der iranischen Metal-Szene und den damit verbundenen Repressalien, wurde dies im Beitrag nicht thematisiert. Die Band 5grs, mit der sie assoziiert wird, steht für die Herausforderungen von Künstlern in Iran, die staatlicher Verfolgung ausgesetzt sind.