Eine von Prinz Harry mitbegründete Hilfsorganisation hat Klage gegen den Royal eingereicht. Laut britischen Medien, die auf Gerichtsunterlagen zurückgreifen können, reichte Sentebale im März eine Verleumdungsklage gegen Harry und einen früheren Treuhänder der Organisation, Mark Dyer, ein.
In einer Erklärung des Vorstands und der Geschäftsführung von Sentebale wird bestätigt, dass seit März 2025 eine gezielte Medienkampagne den Ruf der Organisation geschädigt habe. Die Klage richtet sich gegen Harry und Dyer, die als Drahtzieher dieser Kampagne durch Beweise identifiziert wurden. Dies führte zu einer Welle an Cybermobbing gegen Sentebale und dessen Leitung.
Nach einem Führungskonflikt verließ Prinz Harry im März 2025 gemeinsam mit Mitbegründer Prinz Seeiso von Lesotho die Organisation, deren Schirmherrschaft er innehatte. Die Organisation unterstützt Aids-Waisen in Lesotho und Botswana und wurde 2006 zu Ehren der verstorbenen Mütter der beiden Prinzen gegründet.
Zwischen Sophie Chandauka, Vorsitzende von Sentebale, und Prinz Harry gibt es gegenseitige Vorwürfe. Chandauka beschuldigte den Royal des Mobbings und gab an, dass Hectors Rückzug aus der britischen Königsfamilie zu einem Verlust von Spendern geführt habe. Der Prinz wies diese Anschuldigungen zurück.
Eine Untersuchung durch die britische Aufsichtsbehörde ergab später keine Hinweise auf systematisches Mobbing oder Kompetenzüberschreitungen durch Harry, kritisierte jedoch alle Beteiligten dafür, den Streit öffentlich ausgetragen zu haben.
Prinz Harry und seine Frau Meghan (44) hatten sich 2020 von royalen Pflichten zurückgezogen und leben mittlerweile mit ihren Kindern Archie (6) und Lilibet (4) in den USA. Ihr Verhältnis zur Königsfamilie gilt als angespannt.