Der Stadtrat Luzern hat beschlossen, die Verbindung zur ‚Grand Tour of Switzerland‘ aufzulösen und entsprechende Wegweiser in der Stadt zu entfernen. Er geht davon aus, dass diese Route keinen signifikanten zusätzlichen Verkehr verursacht.
Ein Postulat von SP/Juso-Stadträten Simon Roth und Adrian Albisser hatte die Diskussion angestoßen. Sie kritisierten die Führung der Autotour durch das Stadtzentrum und den Bahnhofplatz, wo regelmäßig Stau auftrete. Infolgedessen forderten sie von Schweiz Tourismus den Austritt Luzerns und die Entfernung der Wegweiser.
Der Stadtrat teilt jedoch nur teilweise diese Kritik. Nach seiner Einschätzung gibt es keine Belege dafür, dass die ‚Grand Tour of Switzerland‘ in Luzern merklich mehr Verkehr verursacht. Die Route dient laut dem Stadtrat primär als Orientierungshilfe für Besucher, die ohnehin nach Luzern kommen.
Trotz dieser Einschätzung entschied sich der Stadtrat dazu, das Postulat ernst zu nehmen und die Grand-Tour-Signale auf städtischen Straßen entfernen. Heute befinden sich solche Schilder an fünf Standorten: beim Kreisel Kreuzstutz, Pilatusplatz, Bahnhofsplatz, Schweizerhofquai und beim Kreisel Verkehrshaus. Die Maßnahme wird jedoch als symbolisch betrachtet, ohne erhebliche Auswirkungen auf den Verkehrsfluss zu erwarten.
Diese Entscheidung ist Teil einer breiteren Diskussion in Luzern über Tourismus, Carverkehr und die Belastung des Altstadtbereichs. Kürzlich startete die Tourismusbranche eine Kampagne mit dem Titel ‚Travel with care‘, um Besucher zu einem rücksichtsvolleren Verhalten aufzurufen. Zudem wird über eine Initiative diskutiert, die weiteres Hotelwachstum verhindern soll.