Der Kanton Luzern hat erfolgreich das CKW-Aktienpaket des Kantons Uri erworben, was ihm einen Anteil von nunmehr 10,4 Prozent an der CKW AG sichert. Diese Erhöhung um 0,5 Prozentpunkte ist für den Kanton Luzern strategisch bedeutend, da ein solcher Minderheitsanteil neue Mitspracherechte mit sich bringt. Mit mehr als zehn Prozent Anteil kann Luzern nun beispielsweise leichter Auskünfte verlangen, Generalversammlungen einberufen oder Sonderuntersuchungen beantragen. Zudem erhöht diese Beteiligung die Sicherheit des Kantons vor einem möglichen Ausschluss aus dem Unternehmen durch Mehrheitsaktionäre.
Die CKW AG ist für Luzern von großer Bedeutung, da sie in 75 Gemeinden für den Betrieb und Unterhalt der Stromnetze zuständig ist. Zuletzt rückte die Firma in den Fokus, nachdem sie im Januar trotz Gewinnsteigerungen und einer Sonderdividende an Aktionäre die Strompreise erhöhte.
Der Kanton Luzern sah diesen Aktienkauf als eine Chance, seinen Einfluss zu stärken. Für Uri war der CKW-Anteil mit 0,43 Prozent strategisch nicht relevant und soll nun zugunsten einer konzentrierteren eigenen Energiestrategie aufgegeben werden. Unabhängig von diesem Aktienkauf wird Luzern seine Rolle in der Stromversorgung weiterhin evaluieren und Strategien zur künftigen Zusammenarbeit mit der CKW entwickeln.