Hana Fink berichtet über eine Initiative im Kantonsrat von Luzern, die eine Überprüfung der Kinderfreundlichkeit in Verfahren bei Polizei, KESB und Gerichten fordert. Der Vorschlag zielt darauf ab, insbesondere für Kinder belastende Situationen zu erleichtern, indem beispielsweise die Sprache und das Prozedere angepasst werden.
Die Idee stammt von Kantonsrätin Anja Meier (SP) und gründet sich auf der UNO-Kinderrechtskonvention. Diese legt fest, dass Kinder in Verfahren angemessen zu Wort kommen sollen, ihre Rechte verstehen müssen und altersgerecht behandelt werden.
Obwohl Luzern bereits verschiedene Strukturen zur Unterstützung von Kindern implementiert hat, sieht der Regierungsrat Spielraum für Verbesserungen. Er möchte das Postulat erheblich erklären lassen, um Möglichkeiten auszuloten, die Kinderrechte noch stärker zu verankern.
Als Vorbild dient Zürich mit seinem Projekt “Child-friendly Justice”, das seit 2018 läuft und sich auf verständlichere Kommunikation sowie schnelle Verfahren konzentriert. Auch die Möglichkeit für Kinder, Feedback nach Verfahren abzugeben, wird dort geschaffen.
Luzern plant eine eigene Prüfung durch vorhandenes Personal ohne externe Kosten – diese werden auf etwa 20’000 bis 40’000 Franken beziffert.