Durch eine technische Störung im Kontrollzentrum von Skyguide in Dübendorf musste die Kapazität am Flughafen Zürich seit Betriebsbeginn um 6 Uhr morgens um 30 Prozent reduziert werden. Glücklicherweise fiel der Ausfall nicht schwer ins Gewicht, da am Mittwoch starker O-Wind herrschte und das sogenannte Bisenkonzept zur Anwendung kam, welches ohnehin eine Kapazitätsreduktion um 30 Prozent mit sich bringt. Der Fehler konnte bis zum späten Nachmittag behoben werden, wodurch es laut Flughafen zu keinen Annullierungen kam.
Unter anderen Wetterbedingungen hätte der Vorfall größere Auswirkungen gehabt. Die Ursache lag bei einer technischen Störung an der Schnittstelle zwischen Luftstrassen- und Anflugkontrolle, was die Zuverlässigkeit der Darstellung von Maschinen mit Verspätungen beeinträchtigte. Fluglotsen mussten somit manuell eingreifen.
Dieser Vorfall ist Teil einer Serie von Problemen bei Skyguide. Im Juni 2022 kam es zu einem gravierenden Ausfall, als über Stunden kein Flugzeug den Schweizer Luftraum passieren konnte. Dies offenbarte erhebliche Mängel in der IT-Infrastruktur und führte dazu, dass Skyguide ihre Prioritäten neu ausrichtete: Statt Innovation steht nun die Systemstabilität im Vordergrund.
Trotz dieser Anpassungen blieben Probleme bestehen. 2024 musste Skyguide den Betrieb aufgrund diverser Defekte monatelang um 20 Prozent drosseln und auch weitere Pannen traten auf, wie etwa eine Überschwemmung im Kontrollzentrum in Genf 2024 nach einem Gewitter.
Skyguide gibt die Probleme zu und betont, dass Lehren aus dem Vorfall von 2022 gezogen wurden. Dennoch zeigte ein Bericht der Eidgenössischen Finanzkontrolle aus dem letzten Herbst auf, dass das System immer noch nicht robust genug sei. Trotz Bemühungen um Verbesserung bleibt die Herausforderung bestehen, das Flugsicherungssystem gleichzeitig zu stabilisieren und zu modernisieren.
Die jüngste Panne in Dübendorf ist laut Skyguide zwar eine IT-Störung, doch ein direkter Zusammenhang mit längerfristigen Problemen wird nicht ausgeschlossen. Die Sprecherin von Skyguide bezeichnet die Situation als Herausforderung und betont, dass Passagiere nie gefährdet waren.