Der Kanton Luzern plant umfassende Sanierungen an zwei Hauptverkehrsstrecken in Emmenbrücke, die insgesamt mehr als 25 Millionen Franken kosten werden. Die Maßnahmen betreffen die Gerliswilstrasse und die Rothenburgstrasse im Zentrum von Emmenbrücke, um den Verkehrsfluss zu verbessern und Sicherheitsrisiken zu mindern.
Die stark frequentierte Gerliswilstrasse wird verbreitert, wobei schräg stehende Parkplätze entfallen sollen. Diese galten als Sicherheitsgefahr und werden teilweise weiter unten ersetzt. Ein Velostreifen ist ebenso geplant wie eine neue Bushaltestelle an der Krauerstrasse mit barrierefreiem Zugang direkt auf der Fahrbahn. Zudem sind Fussgängerstreifen, Schutzinseln sowie neue Bäume vorgesehen. Auf dem Abschnitt zwischen Central und Sonnenplatz wird Tempo 30 eingeführt, um den Lärm zu reduzieren.
Für diese Arbeiten beantragt der Regierungsrat einen Sonderkredit in Höhe von etwa 9,6 Millionen Franken. Der Bund beteiligt sich mit rund vier Millionen Franken am Projekt, das Teil des Agglomerationsprogramms Luzern der ersten Generation ist. Die Bauarbeiten, die voraussichtlich ein Jahr dauern und in mehreren Etappen umgesetzt werden, führen zu Verkehrseinschränkungen.
Der Umbau der Rothenburgstrasse ist noch aufwendiger: Hierfür sind 15,7 Millionen Franken veranschlagt. Die Strasse wird verbreitert, mit Velostreifen und einer zusätzlichen Busspur ausgestattet sowie die Bushaltestellen modernisiert. Zudem sollen mehr Grünflächen entstehen und Lärmschutzmaßnahmen eingeführt werden, wie ein leiserer Strassenbelag.
Änderungen gibt es auch an der Kreuzung Waldeggstrasse und beim Kapfelkreisel: Statt bestehender Unterführungen sind Fussgängerstreifen auf der Fahrbahn geplant. Für den Ausbau ist der Erwerb von 13 privaten Parkplätzen notwendig, was private Grundstücke betrifft. Die Bauarbeiten werden mit dem Autobahnanschluss Emmen-Nord koordiniert und sollen frühestens 2028 beginnen und anderthalb bis zwei Jahre dauern.