An der Nato-Ostflanke entlang faszinierender Bilder. Auf dem Küstenwachenschiff Turva ist Tamara Funiciello mit Blick auf den finnischen Meeresbusen zu sehen, nur rund 170 Kilometer von Russlands Grenze entfernt – eine Distanz vergleichbar mit der Luftlinie zwischen Bern und dem Bodensee. Die finnische Küstenwache hat die Aufnahmen auf X veröffentlicht.
Funiciello reist mit einer Delegation an, geleitet vom Schweizer Verteidigungschef Martin Pfister, Bundesrat von der Mitte. Ziel dieser Reise sind die Nato-Staaten Finnland und Polen, wo aktuell die Wahrnehmung von Sicherheitsbedrohungen durch Russland und Ukraine sowie die notwendigen Massnahmen zur Stärkung der Resilienz im Mittelpunkt stehen, wie das Verteidigungsdepartement (VBS) berichtet.
Die mitreisenden Parlamentarier sollen prüfen, welche Erkenntnisse für die Schweizerische Sicherheitspolitik gewonnen werden können. Während Funiciello aufgrund ihrer bekannten Kritik an militärischen Angelegenheiten und insbesondere der schweizerischen Armee eher Wasser in die Ostsee tragen sollte, ergibt sich ein ironisches Bild ihres Erscheinens bei Pfisters Nato-begleitender Reise. Die SP setzt weiterhin auf die Abschaffung der Armee, was bedeutet, dass Funiciello und ihre Parteigenossen keine Unterstützung für Pfister erwarten dürfen, während sie in anderen Themen, wie den EU-Verträgen, mit ihm einig sind. Ein Lehre für Pfister: Bei solchen Verbündeten zu Hause benötigt man auf der Welt keine Feinde.