Die Stadt Kriens hat das Gewinnerprojekt für die Neugestaltung des Areals Grabenhof bekanntgegeben. Der Wettbewerb war von Anfang an umstritten, da er eine Umgestaltung der Familiengärten beinhaltete. Wie aus einer Mitteilung der Stadt hervorgeht, gab es 36 Bewerbungen für den Parkentwurf. Den Zuschlag erhielt das Konzept «Lucus» von der Firma freiraumarchitektur gmbh aus Luzern.
Das Design zeichnet sich durch eine dichte Baumbeplantung entlang eines Bogenwegs aus, während angrenzende Bereiche als lebendige Achse für Nutzer aller Altersklassen konzipiert sind. Offene und vielseitig nutzbare Flächen sollen die Übergänge zum Kuonimatt-Quartier und dem bestehenden Familiengartenbereich schaffen. Der Bereich entlang des Schlimbachs bleibt der Natur vorbehalten, um deren Vielfalt erlebbar zu machen.
Der Wettbewerb wurde auf Initiative eines Vorstosses durchgeführt, in dem die politische Mitte Kriens zwei Jahre zuvor eine rasche Umsetzung einer Freizeitanlage gefordert hatte. Die Stadt organisierte 2025 ein offenes, einstufiges und anonymes Verfahren unter Beteiligung eines interdisziplinären Preisgerichts aus Landschaftsarchitekten sowie Vertretern verschiedener Interessengruppen, darunter Seniorinnen und Senioren, Jugendliche, Kinder und Naturschützer.
Kritik am Vorhaben richtete sich insbesondere gegen die Notwendigkeit, einige der bestehenden Familiengärten zu räumen. Der Verein, der diese Gärten betrieb, äußerte seine Missbilligung. Die Stadt gewährte den Betroffenen eine Verlängerung des Räumungsfrist bis Ende dieses Jahres; ursprünglich war die Fertigstellung des Parks für Anfang 2026 geplant.