Am heutigen Tag, dem 1. Mai, werden mehrere wichtige Neuerungen und Änderungen in der Schweiz wirksam. Dazu gehört die Inbetriebnahme der Notrufnummer 142 für Opfer von häuslicher Gewalt, welche fortan rund um die Uhr erreichbar ist. Diese Maßnahme ist Teil einer nationalen Kampagne gegen Gewalt im häuslichen Umfeld, initiiert vom Eidgenössischen Büro für die Gleichstellung der Frau und des Mannes unter Federführung von Bundesrätin Elisabeth Baume-Schneider. Die Nummer wurde in Zusammenarbeit mit Bund, Kantonen, Gemeinden sowie zivilgesellschaftlichen Organisationen eingeführt.
Des Weiteren werden ab heute Asylentscheide für syrische Staatsangehörige wieder von der Schweiz getroffen. Nachdem die Entscheidungen im Dezember 2024 ausgesetzt wurden, wird das Staatssekretariat für Migration (SEM) nun jedes Anliegen individuell prüfen. Das SEM geht davon aus, dass nicht mehr in allen syrischen Regionen eine allgemeine Gefahr besteht. Derzeit sind 850 Erstinstanzverfahren offen.
Um die wachsende Nachfrage nach Eiern zu decken, hat der Bundesrat auf Antrag der Eierbranche das laufende Zollkontingent für Konsumeier im Jahr 2026 um 15.000 Tonnen oder 71 Prozent erhöht. Ab dem 1. Mai 2026 bis zum Jahresende sind somit Importe von insgesamt 36.000 Tonnen zu günstigen Zollsätzen möglich – das entspricht etwa 240 Millionen Eiern.
Das Bundesamt für Landwirtschaft hat zudem das Teilzollkontingent für Kartoffelimporte bis Ende Jahr um 10.000 Tonnen aufgestockt, wobei die Basis-Zollkontingente rund 23.750 Tonnen betragen.
Der vom Bundesrat beschlossene landesweite Gesamtarbeitsvertrag im Gastgewerbe tritt ebenfalls in Kraft. Die Änderungen umfassen neue Mindestlohnansätze für Vollzeitbeschäftigte über 18 Jahre, die zwischen 3.713 Franken für Ungelernte und 5.293 Franken für Angestellte mit Berufsprüfung liegen.
Schließlich wurde die Ausbildung zum Messerschmied bzw. zur Messerschmiedin EFZ angepasst, um modernen Fertigungstechniken und fachlichen Spezialisierungen gerecht zu werden. Diese Änderung erfolgte durch das Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation zum 1. Mai.