Ein Flugzeug der Fluggesellschaft Swiss kann seinen geplanten Weg von Südkorea nach Zürich nicht fortsetzen und landet stattdessen im kasachischen Almaty. Der SWR123/LX123-Flug der Swiss musste am Mittwochmorgen aufgrund eines medizinischen Notfalls des Co-Piloten einen Notruf absetzen. Auf Flightradar24 war die unerwartete Umleitung nach Almaty zu beobachten.
In einer Stellungnahme erklärt die Swiss, dass die Landung in Almaty durch den Gesundheitszustand des Co-Piloten notwendig wurde. Glücklicherweise befanden sich drei Ärzte an Bord, die dem Piloten medizinische Hilfe leisten konnten. Die Crew entschied auf ärztlichen Rat hin, nach Almaty zu fliegen, um eine rasche medizinische Versorgung sicherzustellen.
Die Gesundheit des Kollegen hat höchste Priorität für Swiss. An Bord waren 227 Passagiere und 14 Crewmitglieder, die nun auf den Weiterflug warten müssen. Aktuell wird mit einem Abflug um 1.45 Uhr Ortszeit in der Nacht von Donnerstag auf Freitag gerechnet, mit einer Ankunft in Zürich am Freitagmorgen, 8. Mai, um 6.30 Uhr.
Ein zusätzlicher Pilot muss nach Kasachstan gebracht werden, da trotz des medizinischen Notfalls nur zwei weitere Piloten zur Crew gehören. Aufgrund regulatorischer und sicherheitsrelevanter Gründe kann der Flug nicht heute weitergeführt werden. Die Rollen und Sitzpositionen im Cockpit sind klar definiert und erfordern regelmäßiges Training auf den jeweiligen Positionen, um kritische Situationen sicher zu bewältigen.
Ein qualifizierter Pilot muss daher für das rechte Sitzplatz des Co-Piloten nachrücken. Zudem muss die gesetzlich vorgeschriebene maximale Einsatzzeit eingehalten werden, was durch den Zwischenstopp überschritten worden wäre und einen Weiterflug bis Zürich unmöglich gemacht hätte.
Die Swiss versteht die Unannehmlichkeiten für die Passagiere und bedauert diese ausserordentlich. Sie bittet um Verständnis, dass in dieser Situation das Wohlbefinden des Kollegen höchste Priorität hat.
Das betroffene Flugzeug ist ein Airbus A350-941, der von Seoul nach Zürich unterwegs war.