Ein digitales Training für Radfahrer hat laut einer Studie der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) eine messbare Verbesserung im Fahrbetragen bewirkt. Die Untersuchung, die vom Montag bekannt gegeben wurde, zeigt auf, dass Teilnehmer des Online-Kurses insbesondere in Kreisverkehren und beim Abstandhalten zu parkenden Fahrzeugen korrekter handeln, wie Pro Velo Schweiz zusammen mit der FHNW berichtet. Verglichen wurden das Verhalten von Personen nach Online-Training, Präsenzkursen und ohne jegliches Training.
Forschungsleiterin Dorothea Schaffner von der FHNW hebt hervor: «Es zeigte sich ein deutlicher Unterschied im Verhalten; die Teilnehmer wenden zentrale Regelwerke häufiger an.» So wurden bei Teilnehmern des Online-Trainings vermehrt korrekte Fahrweisen in Kreiseln festgestellt, etwa das Fahren in der Mitte sowie größerer Abstand zu geparkten Autos und häufigere Schulterblicke.
Der Anteil von Personen, die regelmäßig einen Schulterblick einlegen, stieg von 38 Prozent bei den Ungeschulten auf 57 Prozent nach dem Online-Kurs. Im Kreisel fuhren mehr als 85 Prozent der Teilnehmer nun korrekt in der Mitte.
Die Studie identifizierte jedoch keine signifikanten Unterschiede beim Linksabbiegen oder in Vortrittsituationen zwischen den verschiedenen Gruppen.
Im Jahr 2025 absolvierten über 11.000 Personen das Online-Training.