Im dramatischen Hinspiel des Halbfinales der UEFA Champions League bewies Bayern München trotz einer 4:5-Niederlage bei Paris Saint-Germain großen Kampfgeist. Der Ausgang des Rückspiels ist somit weiterhin offen.
Die französische Sportzeitung “L’Equipe” bezeichnete das Spiel am Dienstag als “Une demie en Or”, einen goldenen Halbfinal, da die beiden führenden europäischen Mannschaften auf hohem Niveau um Punkte kämpften. Offensiv dominierten beide Teams mit offenen Visieren und sorgten für den torreichsten Halbfinal in der Geschichte des Wettbewerbs; neun Tore fielen zwischen der 17. und der 68. Minute im 6-Minuten-Takt.
Trotz eines anfänglichen Rückstands sicherte sich Paris Saint-Germain, der Titelverteidiger, einen knappen Vorsprung mit einem Endstand von 5:4. Die Pariser Offensivkräfte, darunter Chwitscha Kwarazchelja und Ousmane Dembélé, trugen jeweils zweimal zum Sieg bei.
Nach etwas mehr als einer Viertelstunde erzielte Harry Kane für die Bayern einen Führungstreffer vom Penaltypunkt. Kwarazchelja gelang jedoch sieben Minuten später der Ausgleich. Kurz darauf brachte ein Corner von João Neves Paris erstmals in Führung, bevor Michael Olise den Spielstand ausglich. Vor dem Halbzeitpfiff verwandelte Dembélé einen Handspenalty zum 3:2.
Nach Wiederanpfiff zogen die Gastgeber mit Doppeltreffern von Kwarazchelja und Dembélé auf 5:2 davon, ehe Dayot Upamecano und Luis Diaz für Bayern innerhalb von fünf Minuten den Rückstand auf zwei Tore verringerten. Das Spiel endete nach einem Lattentreffer von Senny Mayulu in der 87. Minute.
Sandro Schärer aus der Schweiz leitete die Partie, das größte Spiel seiner Karriere als internationaler Schiedsrichter. Die umstrittenste Szene war ein nicht geahndeter Armkontakt von Alphonso Davies im Live-Spiel, den Schärer nach Videobeweis als Handspiel bewertete.
Das Rückspiel findet nächste Woche in München statt. Im anderen Halbfinale treffen Atlético Madrid und Arsenal aufeinander. Das Finale wird am 30. Mai in Budapest ausgetragen.