Auf dem Areal der ehemaligen Chrischona in Horw soll ein neuer Wohnkomplex entstehen. Der öffentlich ausgelegte Bebauungsplan vom 11. Mai bis 9. Juni zeigt die konkreten Entwicklungen für das rund 30’000 Quadratmeter große Grundstück, welches sich auf der geschützten Halbinsel Horw befindet.
Dieses Gebiet ist im Bundesinventar der Landschaften und Naturdenkmäler (BLN) verzeichnet, da es landschaftlich, naturkundlich sowie kulturhistorisch von Bedeutung ist. Auf diesem Areal entlang des Althusbachs bis hin zum südöstlichen Ende des Dickiwalds beim Känzeli soll nun eine Überbauung stattfinden, die einen atemberaubenden Blick auf Rigi, Bürgenstock, Stanserhorn und Pilatus ermöglicht.
Aktuell beherbergt der Komplex aus dem Jahr 1959 das International Management Institute (IMI), eine Hotelfachschule. Die Eigentümerin AWS Chrischona AG plant jedoch einen Wandel: Anstelle des bestehenden Gebäudes sollen diverse Wohnformen entstehen, darunter Laubenganghäuser, Landhäuser in Aussichtslage sowie Villen und Einfamilienhäuser. Der Planungsbericht beschreibt eine Vielfalt an Wohnungen von 2,5 bis 5,5 Zimmer mit dem Ziel einer guten sozialen Durchmischung.
Die bisherige Tourismuszone wird umgezont in eine Wohnzone – ein Prozess, der seit 2017 diskutiert wird und einen öffentlichen Mehrwert verspricht. Dennoch sind noch einige Fragen offen: So ist eine Machbarkeitsstudie für die Offenlegung des Althusbachs im Gange, während die genaue Planung von Spiel- und Freizeitanlagen weiterhin unklar bleibt.
Die Eidgenössische Natur- und Heimatschutzkommission (ENHK) hat das Richtprojekt positiv beurteilt, da es den Landschaftsbild nicht beeinträchtige. Die Horwer Bevölkerung kann nun im Rahmen der Mitwirkungsfrist ihre Meinungen äußern.
Parallel zur Bauplanung läuft die Anpassung der Nutzungsplanung. Diskutiert wird auch eine Podiumsdiskussion zum Thema Wohnungskrise in Luzern, welche am 18. Mai 2026 stattfinden soll und durch zentralplus organisiert wird.