Ikea Schweiz muss auf Druck des Staatssekretariats für Wirtschaft (Seco) Preisschilder bei 15.000 Produkten überarbeiten. Grund dafür sind die Aktionen im Rahmen des Mitgliederprogramms “Ikea-Family”, welches Rabatte unter dem Label “IKEA Familienpreis” anbietet, während der reguläre Preis nur versteckt und klein gedruckt ist.
Die Stiftung für Konsumentenschutz kritisiert die Preisauszeichnung als irreführend. Sara Stalder, Geschäftsführerin der Stiftung, erklärt: “Viele Kunden gehen von einem günstigeren Preis aus, was erst an der Kasse korrigiert wird.” Aus ihrer Sicht verstößt dies gegen die Preisbekanntgabeverordnung (PBV). Der Fall wurde daraufhin dem Seco gemeldet.
Ikea Schweiz argumentiert, dass die Preisvorteile für Mitglieder des kostenlosen Programms klar hervorgehoben werden müssten. Trotzdem sei ein Missverständnis möglich gewesen. Ikea arbeitet nun mit dem Seco an einer Lösung und passt die Preisschilder in zehn Filialen sowie bei vier “Plan and Order Points” an, um Transparenz zu schaffen.
Ähnliche Probleme wurden auch bei Coop und Migros festgestellt. Zuschauer berichteten von verwirrenden Preisauszeichnungen, die den Einzelpreis unkenntlich machen. Das Seco kündigte bereits im März an, in Bezug auf die Migros einzugreifen.
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