Die Pulitzer-Preisverleihung dieses Jahres zeichnet mehrere Arbeiten aus, die sich intensiv mit den Auswirkungen der Politik von US-Präsident Donald Trump beschäftigen. “Viele Berichte fokussierten sich auf die strittigsten Themen des Jahres 2025”, erklärte Pulitzer-Direktorin Marjorie Miller bei der Bekanntgabe der Preisträger. Beispiele für Einreichungen sind Artikel zur Einwanderungspolitik, massiven Kürzungen in der US-Entwicklungshilfe und Untersuchungen zu Jeffrey Epstein sowie den Netzwerken des Sexualstraftäters.
Die “Washington Post” wurde für ihre Recherchen über die Neustrukturierung von Bundesbehörden unter Trump ausgezeichnet. Die “New York Times” erhielt Anerkennung für Berichte, die enthüllten, wie der Präsident Macht nutzte, um seinem Familienvermögen Vorteile zu verschaffen. Einen Preis bekam auch die “Chicago Tribune” für ihre Aufdeckungen bezüglich der Methoden von ICE in Chicago.
Auch Themen wie künstliche Intelligenz und Naturkatastrophen fanden Beachtung, darunter Berichte über eine verheerende Flut in Texas sowie die Zerstörung in Gaza. Die Journalistin Julie K. Brown vom “Miami Herald” wurde für ihre langjährige Recherche zu Jeffrey Epstein mit einem Sonderpreis geehrt.
Marjorie Miller hob hervor, dass die Verleihung ein klares Bekenntnis zur Pressefreiheit darstelle, besonders in Zeiten wachsender Einschränkungen. Zugang zu Regierungsinstitutionen wie dem Weißen Haus und dem Pentagon sei eingeschränkt, Meinungsfreiheit auf den Straßen infrage gestellt, und Präsident Trump habe Klagen gegen Medien wegen Verleumdung einreichen lassen. Die Pulitzer-Preise sind eine der renommiertesten Auszeichnungen für Journalismus weltweit und werden auch in anderen Kategorien wie Literatur sowie Musik und Theater vergeben.
Der Preis, erstmals 1917 verliehen, ist besonders bedeutend im US-Journalismus. Er wird mit rund 8700 Franken dotiert, wobei der Hauptpreis “Dienst an der Öffentlichkeit” eine Goldmedaille bringt und ausschließlich Zeitungen zugesprochen wird.